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Pressemitteilung 7.10.2019 "70 Jahre Deutscher Frauenring"

70 Jahre Deutscher Frauenring – 70 Jahre für die Gleichstellung der Frau Am 11. Oktober 2019 feiert der Deutsche Frauenring (DFR) an seinem Gründungsort Bad Pyrmont zusammen mit Mitgliedern und Gästen sein 70-jähriges Jubiläum ab 19 Uhr im Hotel Steigenberger.

Vom 7. bis 10. Oktober 1949 trafen sich in Bad Pyrmont engagierte Frauen aus der ganzen Bundesrepublik und gründeten den ersten bundesweiten, gesellschaftspolitischen, partei-unabhängigen und überkonfessionellen Frauenverband nach dem 2. Weltkrieg. Theanolte Bähnisch, Regierungspräsidentin in Niedersachsen, Staatssekretärin und Vertreterin des Landes Niedersachsen beim Deutschen Bundesrat, wurde die erste Vorsitzende des Deutschen Frauenrings. Von Anfang an hat sich der Deutsche Frauenring in der inter-nationalen Frauenbewegung engagiert und ist heute nach wie vor Mitglied der International Alliance of Women (IAW) und des International Council of Women (ICW).


In den letzten 70 Jahren haben engagierte Frauen im Kampf um die Gleichstellung von Männern und Frauen zahlreiche Erfolge erzielt, zuletzt mit Wahlparitätsgesetzen in verschiedenen Bundesländern.
„Allerdings zeigen die aktuellen Debatten um den Gender Pay Gap, die ungleiche Verteilung der Pflege- und Sorgearbeit zwischen Männern und Frauen oder auch die skandalöse Aufrechterhaltung des § 219a, dass wir Frauen nicht aufhören dürfen, uns mit unseren Forderungen nach einer konsequenten Gleichstellung in die gesellschaftspolitische Auseinandersetzung zu begeben und um breite Unterstützung zu werben“, betont Georgia Langhans, Präsidiumsmitglied des Deutschen Frauenrings e.V.


Mit der Ernennung von Kristina Hänel zur diesjährigen Frauenringsfrau hat der DFR ein deutliches Zeichen gesetzt. „Mit dem Titel Frauenringsfrau ehren wir Frauen, die sich aktiv für Frauenrechte einsetzen. Kristina Hänel kämpft für die Gesundheit und Selbstbestimmung schwangerer Frauen und gegen die Kriminalisierung von Ärzt*innen aufgrund eines Gesetzes von 1933“, so Langhans. Auch die gesetzliche Neuregelung des § 219a schützt Ärzt*innen nicht vor Kriminalisierung und verweigert Frauen weiterhin einen freien Zugang zu Informationen über Schwangerschaftsabbrüche. Der DFR setzt sich für die Abschaffung des § 219a ein. Kristina Hänel wird auf der Jubiläumsfeier des DFR ihr neuestes Buch vorstellen.


Der DFR widmet sich auch dringenden aktuellen Fragen der Pflege- und Sorgearbeit in seinem Bundesfachseminar „Pflege – eine Herausforderung für Alle“ am 11. und 12. Oktober ebenfalls in Bad Pyrmont. Mit Vorträgen und einer Podiumsdiskussion beleuchten und diskutieren Expert*innen aus Wissenschaft, Gesellschaft und Politik neue Wege aus der Geschlechterungerechtigkeit und der Verteilung der Last zu Ungunsten von Frauen im Sorge- und Pflegebereich. „Die schlechte Bezahlung der Pflege- und Betreuungsberufe, in denen mehrheitlich Frauen arbeiten, muss aufgehoben werden“, fordert in diesem Zusammenhang Georgia Langhans.


In Bad Pyrmont schließt sich am 11. Oktober 2019 der Kreis auch mit der Einweihung des Theanolte-Bähnisch-Platzes durch die Stadt Bad Pyrmont um 17 Uhr. Im Beisein des DFR wird der Platz im Kurpark der Stadt ihren Namen erhalten – dort wo seit letztem Jahr eine Stele zu Ehren der ersten Vorsitzenden des Deutschen Frauenrings steht.


Pressekontakt: 0171/7784747 und 0159/01532390

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Pressekontakte

Bundesgeschäftsstelle des DFR:

Françoise Greve
Geschäftsführerin
Deutscher Frauenring e.V.
mail(at)d-fr.de
Phone: 030 - 88718493

oder entsprechend der jeweiligen Angabe in den Pressemitteilungen

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