Der DFR engagiert sich in mehreren Frauenprojekten in Westafrika: Berufsausbildung, Gesundheitshemen, Familienplanung, Studentinnen-Wohnheim u.a. (Foto: Anton Wagner/Pixabay)

Frauenprojekte Westafrika
in Burkina Faso und Togo

Die Durchführung der Frauenprojekte in Westafrika wird durch Ihre Spenden und viel ehrenamtliches Engagement unsererseits ermöglicht.

  • In Burkina Faso führt der DFR gemeinsam mit LebensChancen International e.V. Aufklärungskampagnen gegen die Genitalverstümmelung (FGM) und für kleinere Familien durch.

Unser Projekt zur Überwindung von FGM und zum besseren Zugang zu Familienplanung führen wir mit einem burkinabischen Verein in ländlicher Umgebung im Nordwesten des Landes durch. Das Begehen des Internationalen Frauentags spielt für die Sensibilisierung der Bevölkerung eine wichtige Rolle. Neuerdings finanzieren wir eine Beraterin für Familienplanung, die regelmäßig über ihre Arbeit mit Mädchen und Frauen in den Dörfern berichtet.

  • Das Wohnheim für Studentinnen in Ouagadougou (Burkina Faso) erhält einen jährlichen Zuschuss zu den Personalkosten.

Das von Brigitte Pross gegründete Wohnheim in Ouagadougou, in dem mehr als 100 Studentinnen aus allen Landesteilen in sicherer und ruhiger Umgebung lernen, ist abhängig von unserem Zuschuss für die Betriebskosten. Das Land braucht dringend mehr qualifizierte Frauen, die auch Führungspositionen ausfüllen können. Mit ihrem Einkommen unterstützen sie dann die Großfamilie und ermöglichen Bildung für die Kinder.

  • In Togo fördern wir seit 1989 Frauen in einem Jugendbildungszentrum und stärken ihre Stellung in Familie und Dorfgemeinschaft.
    Der Arbeitskreis Entwicklungspolitik im DFR-Landesverband Rheinland-Pfalz in einem Dorfprojekt jungen Frauen zu einer Berufsausbildung als Näherin. Dies hilft ihnen eigenes Einkommen zu erzielen und hebt ihr Ansehen und ihren Einfluss in der Familie. Mit erprobten Methoden werden in der Dorfgemeinschaft überkommene Vorstellungen der Rechte von Mann und Frau infrage gestellt. Gezielte Sexualaufklärung dient der Vermeidung unerwünschter Schwangerschaften und vermindert die Gefahr einer Ansteckung mit HIV. Zum Konzept gehören auch Informationen zu anderen Gesundheitsthemen wie Malaria, sowie Spenden für die Dorfapotheke.

Ziele und Arbeitsweise 

Das Projektkomitee hat es sich zur Aufgabe gemacht, in Kenntnis der örtlichen Verhältnisse und der Probleme in den westafrikanischen Ländern Burkina Faso und Togo, gemeinsam mit den Projektverantwortlichen zur Verbesserung der Lebenssituation von Afrikanerinnen in Stadt und Land beizutragen.

Erforderlich ist viel Kommunikation mit den Projektpartner*innen. Diese machen jährliche Projektvorschläge, die mit uns abgestimmt werden. Wichtige Bindeglieder sind deutsche Studentinnen, die im Rahmen ihres Studiums Erfahrungen in unseren Projekten sammeln. Ihre Berichte und Beobachtungen geben uns wertvolle Informationen und Anregungen für unsere Arbeit.

Berichte unserer Praktikantinnen:
Togo-Besuch 2019
Praktikumsbericht 2016 Togo

Praktikumsbericht 2013 Burkina Faso
Praktikumsbericht 2012 Burkina Faso
Praktikumsbericht 2011 Togo

Koordination der Projekte:

Gudrun Haupter
Pfalzring 155
67112 Mutterstadt
Tel 06234 – 1406
E-Mail: Haupter (at) t-online.de

Wir danken allen, die durch ihre Zuwendungen die Durchführung der Westafrika-Projekte ermöglichten.

ProjektWestafrika

Frauenprojekte in Burkina Faso

In Burkina Faso fördert der DFR Projekte zum Abbau sozialer und gesundheitlicher Benachteiligungen von Mädchen und Frauen. Gemeinsam mit unseren Partnerorganisationen helfen wir, ihre Stärken auszubauen und ihr Selbstbewusstsein zu kräftigen, auch vor dem Hintergrund von noch immer gepflegten frauenfeindlichen Gewohnheiten im Land.

Aktivitäten zur Überwindung der weiblichen Genitalverstümmelung

In der Provinz Bam im ländlichen Burkina Faso unterstützen wir gemeinsam mit LebensChancen International e.V. erfolgreich Aufklärungskampagnen. Diese bezwecken das Ablassen von der gesundheitsschädlichen Tradition, die, im Rahmen der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, auch als Folter an Mädchen und Frauen angesehen wird. Etliche der betreuten Dörfer im Departements Kongoussi sind so weit in ihrer Ablehnung von FGM gefestigt, dass 2015 dort eine Zeremonie der öffentlichen Abschwörung organisiert wurde. Dem Dorfchef wurden Schilder zum Aufstellen übergeben mit der Aufschrift: Dieses Dorf sagt NEIN zur weiblichen Genitalverstümmelung.
Bericht unserer Projektpartnerin AFD (Association Féminine Song-Manègre pour le Développement) zur Kampagne von 2014
Außerdem verfolgen wir den Ansatz, die Dorffrauen zu stärken und zu fördern, vor allem durch Aufklärung zur Familienplanung und anderen Rechten der sexuellen und reproduktiven Gesundheit.

Studentinnen-Wohnheim Foyer Brigitte Pross

Dieses Mädchenwohnheim mit 25 Viererzimmern, Gemeinschaftsräumen und kleinen Nebengebäuden wurde zu Beginn der 1980er Jahre sowohl mit Startkapital vom DFR als auch mit Mitteln der Welthungerhilfe sowie von Brot für die Welt errichtet. Das Heim ermöglicht Studentinnen, die aus allen Landesteilen und aus anderen frankophonen westafrikanischen Ländern an die Universität von Ouagadougou kommen, zu geringen Kosten ein Studium in geordnetem Umfeld.
Die Uni hat das Wohnheim angemietet und zahlt einen Mietkostenzuschuss. Eine umfangreiche Sanitärreparatur wurde gemeinsam bewältigt von der Trägerorganisation Entraide Féminine Burkinabé, dem DFR-Projektkomitee für Westafrika und der Bildungsstiftung der International Alliance of Women. Unser jährlicher Gehaltszuschuss ist in die Funktionskosten des Foyer Brigitte Pross fest eingeplant.
Damit die Arbeit vor Ort zugunsten der Bildung, Ausbildung und Gesundheit von Afrikanerinnen weitergeführt werden kann, sind wir auf Spenden angewiesen. Dankbar ist der DFR auch für kleine Dauerspenden, denn sie helfen uns bei der jährlichen Ausgabenplanung.

Unser Spendenbrief liefert Ihnen Argumente für die Unterstützung der Projekte in Burkina Faso.​ Spenden sind erforderlich, damit wir weiter machen können.

Spendenkonto
für Projekte in Burkina Faso:
Deutscher Frauenring e.V., Sparkasse Emden
IBAN DE52 2845 0000 0000 014894
BIC: BRLADE21EMD

Spendenkonto
für Projekte in Togo:

Deutscher Frauenring e.V., VR-Bank Südpfalz
IBAN DE60 5486 2500 0000 562033
BIC: GENODE61SUW

Frauenprojekte in Togo

Das Dorf Danyi Atigba liegt auf einem Hochplateau dicht an der Grenze zu Ghana, in landschaftlich und touristisch interessanter Umgebung (Kloster, Wasserfall, Wanderungen, traditionelles Handwerk). Mit Zuschüssen vom UNESCO Partnerschaftsprogramm und der Deutschen Entwicklungshilfe haben wir Bau und Ausstattung eines Zentrums für handwerkliche Ausbildung finanziert.
Die Entwicklung des Dorfes Danyi Atigba ist seit 1984 ein Schwerpunkt der Projektarbeit und der finanziellen Unterstützung durch das Projektkomitee sowie den Arbeitskreis Entwicklungspolitik im DFR-Landesverband Rheinland-Pfalz. Jedes Projekt wird durchdacht unter dem Gesichtspunkt: Was bringt es für die Frauen?

Wir finanzieren im Zentrum für handwerkliche Ausbildung Bildungs- und Ausbildungsmaßnahmen für junge Frauen, die in der Regel keinen Mittelschulabschluss haben:

  • Dreijährige Nählehre mit anschließender Gesellenprüfung. Bei Erfüllung vereinbarter Voraussetzungen erhalten die jungen Frauen nach der bestandenen Prüfung ihre eigene Nähmaschine als Startkapital.
  • Fachbezogener Nachhilfeunterricht in Französisch, das sich im Bildungswesen und der Verwaltung gegenüber den Landessprachen durchgesetzt hat.
  • Gesprächskreise mit dem Ziel der Aufklärung und Stärkung der jungen Frauen zu Fragen der Pubertät, der menschlichen Sexualität, insbesondere zur Familienplanung.
  • Haushaltskurse zur systematischen Vermittlung von Kenntnissen.
  • Buchausleihe – Schulbücher und Romane –, die auch für die benachbarte Mittelschule zur Verfügung steht.

Außer den landesüblichen Gehältern für das Personal finanzieren wir laufende und wiederkehrende Kosten. Dazu zählen jene für Organisation und Durchführung von Zwischen- und Abschlussprüfung anfallenden Ausgaben. Investitionsbedarf besteht seit Jahren für das Gästehaus, das auf Wunsch unserer PartnerInnen dem offiziellen Berufbildungs- und Prüfungszentrum CJDA angegliedert ist. Hiermit erwirtschaftet das Projekt eigenes Einkommen mit dem Ziel, unabhängiger von unserer Hilfe zu werden.

Faltblatt Gästehaus CJDA – Centre des Jeunes de Danyi Atigba auf Deutsch

Aktuelles aus den Projekten in Atigba / April 2020

Jugendbildungszentrum mit Gästehaus (CJDA)
Die Regierung verfügte die Schließung aller schulischen Einrichtungen. Daher ruht auch die Schneiderinnenausbildung im CJDA. Die aus Spenden finanzierten Gehälter für die Angestellten laufen weiter.
Dem Projektkoordinator zufolge verhungern die Leute schneller an Covid-19 zu erkranken.
Ihm zufolge gab es am 13. April in Togo 81 bestätigte Fälle von Corona, 45 Genesene, 5 Todesfälle.
„Hamsterkäufe“ sind auf den Märkten nicht möglich, Sicherheitsabstände können dort nicht eingehalten werden.

Atigba Gesundheitsstation
Unsere frühere Praktikantin Julia Schiller erhielt die Information von Chantal Yao, der Verwalterin der Apotheke, dass Masken und Handschuhe nicht für die Allgemeinheit vorhanden sind, jedoch für Entbindungen. Allerdings ist die Befolgung von Abstandsregeln im Warteraum nicht gegeben. Dort sitzen die Wartenden dicht nebeneinander. Nicht alle haben Gesichtsschutz.

Foto: Handwäsche in der Gesundheitsstation.

Förderung der Gesundheitsversorgung 

Auch die halbstaatliche Gesundheitsstation von Danyi Atigba ist auf unsere Hilfe angewiesen, beispielsweise für Bettgestelle und Matratzen. Besondere Anliegen sind uns die Mutter/Kind-Gesundheit sowie die Familienplanung. Für die Dorfapotheke finanziert der Arbeitskreis Landesverband Rheinland-Pfalz für Entwicklungspolitik tropentaugliche Medikamente über Action Medeor.

Unser Spendenbrief liefert Ihnen Argumente für die Unterstützung der Projekte in Togo. Spenden sind erforderlich, damit wir weiter machen können.